wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about

30.11.2014

Seelenkost: Gesundes Essen mit Herz

Was hat Seelenkost, was mich dazu bringt die Speisekarte jeden Sonntag zu durchforsten, um wöchentlich einmal mein Mittagsmenü zu bestellen? Biologische Zutaten, gesunde Zusammenstellung und nachhaltige Verpackungen und ganz wichtig: es schmeckt! 

Da wäre zum Beispiel die Kürbislasagne im Herbst, die mir ans Herz gewachsen ist. Oder die verschiedenen Knödelarten, die ich mit großer Freude durchprobiere. Dass vegan bei Seelenkost kein von Soja-Produkten lebender Outsider ist, sondern mit in den Menüplan integriert ist, erhält einen großen Pluspunkt.

© Seelenkost.at


Was hat mich vor ein paar Monaten auf den neuen Lieferservice aufmerksam gemacht? Einerseits das ungewöhnliche Logo von Seelekost, das mich an die Flagge der Isle of Man erinnert, wenn auch ein Fuß fehlt. Und andererseits der Fokus auf biozertifizierte, saisonale Zutaten. Ganz einfach.

Meist bestelle ich bis ca. 10.30 Uhr am Vormittag, um dann zu Mittag schon gespannt auf meine Seelenspeise zu warten. Morgen zum Beispiel wartet wieder eine Gemüselasagne auf mich. Oder Naturschnitzerl mit Erdäpfelpüree und zum Abschluss eine Blätterteigbirne mit Walnüssen und Vanillesauce. Super, weiter so!

Lieferservice Seelenkost in Krems © Seelenkost.at
Lieferservice Seelenkost in Krems © Seelenkost.at


Geheimnisvoll geht's allerdings zu, als ich versuchte mehr über den Background des Lieferservices zu erfahren: Standort? Unknown. Inhaber? Unknown. Nur über Facebook erfuhr ich, dass Seelenkost vor ein paar Wochen auf neuer Unterkunftssuche war, nachdem sie nach Auszug aus der letzten Küche eine Woche pausierten...

Ich hoffe, dass ihr mir das nicht mehr antut, liebe Seelenkost! 





25.11.2014

Mit Vertrauen zum Erfolg: SONNENTOR mit Leidenschaft

Nachdem das Transkribieren des Interviews eine Weile dauerte, freue ich mich nun Teil II des spannenden sowie informativen und lustigen Interviews mit Johannes Gutmann zu posten, den ich mit meinen Freundinnen im Sommer besuchte. Teil I kannst du hier nachlesen. Die Produktpalette von SONNENTOR - gerade in der Vorweihnachtszeit - macht Lust auf mehr. Der Gewürzadventkalender steht schon in meiner Küche und ich warte gebannt auf den 1. Dezember um endlich das erste Fenster zu öffnen :)

was du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem andern zu...


Judith: Kann man die Firma in Tschechien auch besichtigen?
Ist genauso offen wie hier. Wir haben die Firma genauso aufgebaut wie hier, ein bisschen kleiner, aber wir sind überglücklich mit diesem Standort. Auch dort ein Dorf, wo ich eine alte, zusammengefallene Mühle gekauft habe, dann einen abgebrannten Kuhstall – auch in Tschechien sind wir auf Ruinen gebaut. In anderen Ländern sind wir etwas vorsichtiger. In Rumänien haben wir vor 7 Jahren eine Firma gegründet und in Albanien vor 5 Jahren. Aber auch immer mit Partnern, wie in Tschechien. Rumänien ist momentan zu unsicher, ich liebe Rumänien, aber dort zu investieren bedarf einer ganz anderen Rechtssicherheit, trotz EU-Beitritt. Es dauert einfach 2-3 Generationen.

Wie sieht's mit Albanien aus? 
Albanien ist auf einem anderen Blatt Papier, das ist wie (überlegt). Albanien macht auch super Fortschritte, ich besuche Albanien seit 7 Jahren regelmäßig einmal pro Jahr. Kosovo, Albanien - für mich eine riesengroße Zukunftschance. Dort sind die Menschen durchschnittlich 20 Jahre alt, bei uns ist das - ich glaube ich bin gerade Durchschnitt. Also, knappe 50 Jahre. Ich freue mich wenn die Jugend Interesse hat.

Sonnentor-Geschäft in Sprögnitz © diekremserin


Carina: Wie kommst du auf Albanien? 
Die sind zu mir gekommen. Ich bin den ganzen Ländern eigentlich nicht nachgefahren. Klar, Tschechien, dort bin ich auch einer Einladung gefolgt, ich habe mich nicht selbst eingeladen... Rumänien ist zu uns gekommen, Albanien ist zu uns gekommen. Wir sind komplett offen gegenüber Auslandskontakten. Nur, ich fahre nicht hin und sag: "Jetzt bin i da, wer will mit mir a Firma gründen?" Aber so machen es sehr viele. Wieso? In erster Linie gehen Unternehmensbosse ins Ausland, weil sie wirtschaftliche Vorteile haben und höhere Gewinne erzielen wollen. Dabei helfen günstigere Arbeitnehmer, Betriebsmittel, die nix kosten, Steuervorteile - was mach ich eigentlich noch hier?
Für uns war dies NIE ein Thema. Denn was in den Auslandstöchtern verdient wird, bleibt auch dort und wird vor Ort investiert. Deswegen geht es uns in Tschechien genauso gut wie hier. Wir transferieren keine Gewinne. Sie haben dafür gesorgt diese Gewinne zu erzielen, wir haben ihnen dabei anfänglich geholfen.

Spannend. 
Damit entstehen neue Strukturen und somit entstehen Arbeitsplätze. Die jungen Menschen dort erfahren nur Scheiße, vorwiegend geht's um Statussymbole, die sie besitzen sollen. Nur Klumpat! Wahnsinn! "Du musst ein schnelles, großes Auto haben um nach außen hin zu blenden!", wird ihnen eingetrichtert. Ob du innen ganz anders bist, interessiert niemanden. Ich will dies nicht über alle stülpen! Aber Statussymbole sind einfach noch sehr wichtig - auch hier.

Aber solche Zusammenarbeiten verbinden europäische Länder miteinander.
Genau, ich sehe mich als Europäer! Als praktizierender Europäer. Ein Traum, was in unserer Zeit passiert ist: der EU-Beitritt, der Zusammenschluss der Länder... Aber die Grundausrichtung ist ein Traum. Deshalb ist SONNENTOR auch etwas weltumspannendes. Es gibt nur eine Sonne, es gibt eine Freude und sie lachen überall auf der ganzen Welt. Meine weiteste Reise ging nach Japan und dort lachen sie genauso wie überall wo ich war. Außerdem ist Japan das Land der aufgehenden Sonne.

Gestartet bist du mit Kräutern und Tees. Hast du von den anfänglichen Produkten noch ein Lieblingsprodukt? 
Ich bin selbst überrascht. Alle Produkte aus 25 Jahren sind noch im Sortiment. Blödsinn, den Willkommen-Tee gibt es nicht mehr. Aber sonst ist das ganze Sortiment... Ah, na der Freizeit-Tee wurde zum Schönen-Feierabend-Tee umbenannt. Auch bei unsren Produkten gibt es Lebenszyklen. (lacht) Ich konnte die Kräuter aber nicht anders erfinden. Denn die wachsen seit ca. 1000 Jahren: ich hab sie nur anders eingepackt und ihnen eine neue Geschichte gegeben.

Hast du ein Lieblingskraut?
Mein Lieblingskraut ist das Johanniskraut. Ist eh klar. Es heißt so wie ich und blüht zu der Zeit in der ich geboren bin. Ich freue mich darüber und über das sonnige Gemüt. Die positive Lebenseinstellung kann mir niemand nehmen.

Bist du bei den Namensgebungen der Produkte Impulsgeber oder Miterfinder? 
Am Anfang war ich natürlich alles, weil niemand anderer hier war. Mittlerweile bin ich sehr froh, dass wir vier tüchtiger MitarbeiterInnen und MitunternehmerInnen, die sehr viel Hirnschmalz einfließen lassen. Ich mache sehr gerne mit, wenn ich gefragt werde, aber ich freue mich über das was entsteht. Manches kaufen wir auch zu. Wir können nicht alles wissen. Seit 22 Jahren arbeiten wir mit einer Werbeagentur zusammen, einem Berater, der uns hilft die Marke als Marke auszubilden. Er hat mich ganz klar gefragt, 1995/96 was ich denn als Unternehmer will. Ich hab geantwortet, dass ich davon leben will. Ich möchte diese Vision in die Welt bringen und weiß, dass es funktionieren wird. Aber er hat mich weiter gefragt, ob ich eine Marke aufbauen will oder ein No-Name-Produzent werden will. Wenn dann will ich eine Marke daraus machen, entschied ich mich schon vor 22 Jahren. Das Glück liegt in meiner Hand, ich kann gestalten und die Zukunft so mitbestimmen, wie ich sie mir vorstelle! Und unsere Vision hier ist Arbeitsplätze zu schaffen. Die Entscheidung eine Marke aufzubauen, war eine meiner wichtigsten Unternehmensentscheidungen: Marke aufbauen, Vertrauen aufbauen, geerdet bleiben,...

Lagerhalle in Sprögnitz mit einer Vertragsbäuerin im Fenster © diekremserin
Lagerhalle in Sprögnitz mit einer Vertragsbäuerin im Fenster © diekremserin


Wenn du Nachhaltigkeit mit einem Satz beschreiben würdest, was sagt dieses Wort für dich aus? 
Nachhaltigkeit ist der Umgang mit Mensch und Umwelt. Mensch und Umwelt hat mit Wirtschaft viel zu tun. Von der Bäuerlichkeit her: "Was du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem andern zu." Willst du, dass irgendjemand grauslich ist zu dir, nein, wieso willst du dann Pestizide mitessen. Und was wir alles essen ist ein Wahnsinn.

Judith: Deine Lieblingsspeise? 
Ich sag's ganz ehrlich: gebackene Steinpilze. Wenn man im Waldviertel Schwammerl suchen geht, findet man die schönsten.

Judith: Und du trinkst Tee dazu?
Nein, eigentlich nur Wasser. Denn Tee trinke ich nur dann, wenn ich bereit bin für ein Geschmackserlebnis.

Wann trinkst du Tee? 
Ich trinke den ganzen Tag über Tee, verteilt. Das heißt bis zum Abend durchgehend. Ich trinke auch sehr gerne Kaffee. Auch von Sonnentor. Die meisten Kaffees sind sehr sauer geröstet, und ich hab früher von dem Zeug im Sodbrennen bekommen. Deshalb muss ich bei Kräutern und vor allem bei Kaffee sehr aufpassen.

Judith: Woher kommt der Sonnentor Kaffee eigentlich?
Ich hab seit einigen Jahren mein eigenes Kaffeeanbaugebiet in Nicaragua. Wir haben dort noch keine Firma gegründet, aber auch die haben uns gefunden und nicht umgekehrt. Das ist ein Österreicher der ein Dreiviertel Jahr in Nicaragua lebt und sich zum Ziel gesetzt hat die nicaraguanische Kaffeekultur zu verändern. Ich war vor 2 Jahren in Nicaragua, als beschlossen wurde, dass wir eine Partnerschaft machen - wir wollen natürlich sehen wie dort gearbeitet wird. Ein toller Einblick, aber ich hab noch keinen grauslicheren Kaffee getrunken wie am Stadtplatz von Granada. Ich hab eine Woche lang Sodbrennen gehabt. Die saufen das letzte Klumpert. Der Grund ist, dass die Bohnen auf großen Betonplätzen für den Export nach Europa getrocknet werden, die dann zusammengekehrt und abtransportiert werden. Und das, was nach dem Kehren übrig bleibt, trinken sie selbst... Ich glaube 180 Tonnen Kaffee haben wir letztes Jahr verkauft, 120 davon kamen aus Nicaragua, 60 Tonnen haben wir aus den Provinzen gekauft wo es Fairtrade gibt.

Judith: Genau das war meine nächste Frage: wie ist das mit Fairtrade und Sonnentor? 

Was wir nicht selbst in der Hand haben, kaufen wir über Fairtrade, aber was wir selbst in der Hand haben, wissen wir das wirklich fair ist. 


Carina, diekremserin Lucia, SONNENTOR-Gründer Hannes, Judith von der Morgensonne
Carina, diekremserin Lucia, SONNENTOR-Gründer Hannes, Judith von der Morgensonne


Das heißt ihr braucht keine Zertifikate oder andere Maßnahmen?
Nein, wenn man weiß wie und was man tut, braucht man nicht irgendjemanden, der sagt, "He, das ist gut!" Ich brauch hier auch niemanden, der mir das sagt. Ich spüre das ja! Wir haben ein gutes Selbstempfinden. UND: was du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem andern zu... In Nicaragua funktioniert das genauso wie in Albanien, Rumänien und Tschechien und überall auf der Welt. Nur ich brauch kein extra Pickerl, wo draufsteht, dass wir gut sind. Wir haben mit uns mit unseren Vertragsbauern nicht den Weltmarktpreis als Ziel gesetzt. Denn wer mit dem Weltmarktpreis arbeitet, arbeitet mit den Spekulationen, die nicht fair sind.

Meine abschließende Frage an dich, der in und um Sonnentor lebt: wo tankst du auf? 
Wo tanke ich auf? Eigentlich in dem was ich tue. Das hier ist für mich keine Arbeit. Alles was ich machen wollte ist hier, obwohl mir so viele Menschen gesagt haben: "des is a Schas wos du da tust. Das braucht niemand. Na du wirst bald Konkurs machen." Dies ist die schönste Genugtuung zu wissen, dass das was ich mache gebraucht wird und gesehen wird. Immer mehr Menschen bewerten Sonnentor gut. Nicht weil ich täglich Beweihräucherungen oder Huldigung brauche, sondern ich weiß für mich, dass der Weg den wir mit Sonnentor eingeschlagen haben, der richtige Weg ist. Das ist meine Tankstelle. Das ist optimal...

Herzlichen Dank für die Zeit und für die großartigen Einblicke in dein Unternehmen! 

24.11.2014

#wochentipps 54

Weihnachten kommt schneller als gedacht

Deshalb empfehle ich dieses Mal, dass ihr euch die Vor-Vor-Weihnachtszeit versüßt. Nicht mit den herkömmlichen Adventskalender-Schokoladenfüllungen, sondern einerseits mit dem TEE-Adventskalender oder dem Gewürzadventkalender von SONNENTOR, der schon bei mir in der Küche steht. Ich kann es gar nicht erwarten endlich reinzusehen. Die Zeit kommt. Der 1. Dezember ist fast da... 

Schöne Woche!

Dienstag, 25.11. Frühstücks-Ei

Frühstücken in Bartls break.fast
im Steiner Tor Center
7.30 - 18.00 Uhr

Mittwoch, 26.11. Panems-Tribute

Film
"Die Tribute von Panem - Mockingjay Part I"
Cinemaplexx Krems
18.30 Uhr

Donnerstag, 27.11. Liebes-Ambivalenz

Film
"Amour Fou" von Jessica Hausner
Kino im Kesselhaus
Dr.-Karl-Dorrek-Str. 23
20.30 Uhr 



Freitag, 28.11. Kremser Advent

Adventmarkt
in der Dominikanerkirche
Dominikanerplatz
15.00 Uhr Eröffnung

Samstag, 29.11. Lichter-Laune

Interkulturelles Fest
Musikschule Krems
Hafnerplatz 2
16.00 Uhr

Sonntag, 30.11. Polaroid-Projekt

Kunstprojekt
"Polaroids - eine Bilderbegleitung"
mit Noah Kolb in Kooperation mit Wachau in Echtzeit
Klangraum Krems Minoritenkirche
17.00 Uhr

© Noah Kolb

Montag, 01.12. Alpen schauen

Film
"Die Alpensaga"
Haus der Regionen
18.00 Uhr Die feindseligen Brüder
20.15Uhr Der deutsche Frühling

Dienstag, 02.12. Bücher kaufen

Flohmarkt
des Lionsclub Krems
Steiner Tor Center
10.00 - 18.00 Uhr

22.11.2014

Jakob Kirchmayr: ein sagenhaftes Portrait

„…Die wild anmutenden, wuchtigen Bilder, gezeichnet mit expressivem Kreidestrich, bilden in ihrer Rauheit einen wohltuenden Kontrast zur Moral der Geschichte…"

 

Andrea Lüthi beschreibt im Jänner 2014 in ihrem Artikel über den Tiroler Illustrator und Zeichner Jakob Kirchmayr, dessen Publikation "Klein ist schön" in Zusammenarbeit mit Werner Thuswaldner von den expressiven Bildern des jungen Künstlers lebt. Die Geschichte vom Zwerg Gromi und seinem Freund, dem Riesen Schwerzacke, begeistert großes wie kleines Publikum. Des einen Freud, des anderen Leid. Wie gehen Menschen miteinander um? Was bedeutet Sensibilität? Womit bereitet man gekränkten Menschen eine Freude? Und wie kann ein Mensch es überhaupt vermeiden andere zu kränken? Diese und andere Fragen stellte ich mir, als ich das Bilderbuch durchblätterte.

Die Originale zu "Klein ist schön" hängen im Karikaturmuseum Krems und plötzlich wird sichtbar mit wie viel Eleganz, Schwung und Mut Jakob Kirchmayr seine Szenen zeichnet. Wie naturalistisch er an seine Illustrationen herangeht und wie viele Zusatzinformationen er mit seinen Bildern gibt.

Jakob Kirchmayr "Ich als Kind", 2013 Aus: Werner Thuswaldner / Jakob Kirchmayr, Klein ist schön. Der Zwerg und der Riese, minedition, 2013
Jakob Kirchmayr, "Ich als Kind", 2013, Aus: Werner Thuswaldner / Jakob Kirchmayr, Klein ist schön. Der Zwerg und der Riese, minedition, 2013

"Darkroom" im Karikaturmuseum Krems

Die Ausstellung "Panoptikum" im Karikaturmuseum umfasst auch Kirchmayrs "dunkle" Seite. Figuren, die karikaturenhaft verzerrt und überzogen dargestellt sind, hängen in einem abgedunkelten Raum, wo zum Beispiel "Fäulnisprozess" von 2012 eine entrückte Fantasiefigur zeigt, die mit Kürbis am Kopf oder als Kopf (manchmal ist nicht klar ob der Mensch darunter wirklich Mensch ist oder eigentlich eine sagenhafte Figur darstellt) dem Prozess des Verfaulens ausgesetzt ist. Auch im Bild "Empfang im Konsulat", das sich sehr harmlos anhört, bespricht Jakob Kirchmayr mit zeichnerischem Feinsinn Gepflogenheiten einer alternden Elite, Schönheitschirurgie nicht ausgenommen. Jeder Strich und jede Linie sind essentiell in den Arbeiten und geben ihnen die nötige Tiefe.
Jakob Kirchmayr © Christian Redtenbacher

Im dritten Teil der Ausstellung erzählt Jakob Kirchmayr die Sagen Niederösterreichs 'reloaded', die mit den Texten von Folke Tegetthoff ideal zusammenwirken. Mystische Figuren, witzige Charaktere und spannende Geschichten mit wahrem Kern - oder auch nicht - leben von den Illustrationen des Tirolers. Mit großem Erfolg publizierte er im Tyrolia Verlag bereits Sagen aus Wien, Salzburg, Oberösterreich, Vorarlberg, Tirol und Kärnten und im Mai dieses Jahres erschienen „Sagen aus Niederösterreich“– mystisch, geheimnisvoll, aufregend und spannend!

Bis 22/02/2015 ist die Ausstellung SAGENHAFT UND KOMISCH! Jakob Kirchmayr - Panoptikum im Karikaturmuseum Krems zu sehen. Ich hab schon eine Sneak Preview erhalten und empfehle die Ausstellung an Klein und Groß weiter...

© diekremserin


Mehr zu Jakob Kirchmayr:
Website des Künstlers
Was ist eigentlich Komische Kunst

18.11.2014

#winelover in der Wachau

Blick auf von Mautern in den bunten Herbst © diekremserin
© diekremserin
Als mich meine Freundin Judith vom brewaholicblog fragte, ob ich eine kleine Exkursion in die Wachau und ihre Weine starten wolle, überlegte ich nicht lange. Nach reichlicher Überlegung suchte ich 3 Weingüter südlich der Donau aus, die ich sehr gerne mag. Auch war ich in der Planungsphase viel zu spontan und die Wachauer Winzer steckten noch mitten in der Weinlese. Ein Winzer, 2 Winzertöchter, 2 Winzersfreundinnen und ein Freund einer Winzerstochter machen sich auf die Reise...

auf dem Weg zum Nikolaihof in Mautern © diekremserin
auf dem Weg zum Nikolaihof in Mautern © diekremserin

Erster Stop: Nikolaihof in Mautern. Christine Saahs empfing uns im Hof, die uns in die lange Geschichte des Weinguts einweihte. Der Superlativ des ältesten Weinguts darf dabei natürlich nicht fehlen, nachdem schon die Kelten vor ca. 2000 Jahren am Boden des heutigen Weinguts den Traubensaft kelterten. Frühchristliche Fundamente und Gebäudeteile lassen auf die St. Agapidus Basilika schließen, in der 985 n.Chr. sogar eine Synode stattfand. Christine Saahs erzählt uns viele Details, und könnte uns wohl noch viel mehr in die Geschichte des Hofs einweihen, aber ihr jüngster Sohn feiert den 30er und der letzte Tag der Weinstube im Nikolaihof bringt viel Arbeit mit sich. Der zertifizierte demeter-Betrieb leibt und lebt mit den Grundsätzen der Anthroposophie. "Ich bin vor über 40 Jahren an den Hof gekommen und wollte mit der Natur, mit den Mondphasen und mit den Grundsätzen arbeiten, die ich von einer Freundin gelernt hatte, die mir sehr nahe stand.", erklärt Christine Saahs. Auch wenn die Familie in den letzten Jahrzehnten viele Steine in den Weg gelegt bekam und lange nicht ernst genommen wurde, hat sich der Zusammenhalt in der Familie bezahlt gemacht. Erst Mitte Mai hatte die Weinbewertung des weltweit angesehenen Weinvirtuosen Robert Parker jun. im renommierten Fachmagazin „The Wine Advocate“ für eine Sensation gesorgt. So konnte der „Riesling Vinothek 1995“ die selten vergebene Höchstnote von 100 Parker-Punkten erreichen.

Wir verkosten die Weine und sehen uns an der Menükarte satt © diekremserin
Wir verkosten die Weine und sehen uns an der Menükarte satt © diekremserin

"Einen Tag zu spät, um die vielen Köstlichkeiten zu probieren."

Bettina hält die Menükarte der Weinstube in der Hand und staunt. Die Weinstube hat die Familie Saahs aus finanziellen Gründen vor ein paar Jahrzehnten gestartet, denn Christine Saahs liebt nicht nur den Wein und seine Vermarktung, sondern auch das Kochen. Vor vier Jahren brachte sie gemeinsam mit ihrer Tochter, der Ärztin Christine ein Kochbuch inklusive medizinischem Ratgeber heraus. Auf den ersten Streich folgt der 2. im Jänner 2015. "Ich koche für mein Leben gern" beinhaltet wichtige Tipps zur regionalen Küche und zum Umgang mit Nahrungsmittel als Heilmittel.

Lumpi ist auch mit von der Partie © diekremserin
Lumpi ist auch mit von der Partie © diekremserin

Wir machen einen Abstecher in die römischen Mauern in der die 350 Jahre alte Baumpresse steht, die seit ein paar Jahren wieder fix in Verwendung ist, auch wenn das Verfahren sehr mühselig und zeitaufwendig ist. "Der Baumpresse-Wein ist ein ganz besonderer Wein.", meint Christine Saahs. Bedächtigkeit liegt in ihren Worten, auch wenn sie uns in den Keller führt, in dem riesengroße Holzfässer lagern. "Wir sind fast voll in diesem Keller. Jedes Kind hat ein Fass zur Geburt bekommen... und der heilige Severin hat auch eines. Der 100-Punkte-Wein wurde ebenso hier gelagert." Dann führt uns Christine Saahs in die Weinstube, in der schon Gläser und Gebäck auf uns warten. Sie nimmt sich Zeit für uns, antwortet auf Fragen und gibt zu, dass das Weingeschäft manchmal nicht so einfach ist. Rückblickend weiß sie, dass ihre Familie und sie die richtigen Entscheidungen getroffen haben.

Zweiter Stop: Zu spät dran, aber dennoch voller Vorfreude geht's weiter. Wir fahren nach Mitterarnsdorf - durch Rossatzbach, Rossatz, an Rührsdorf und St. Lorenz vorbei, Richtung Bach- und Hofarnsdorf und landen letztendlich bei Matthias Pöchlinger. Die Pöchlingers haben in Mitterarnsdorf einen Heurigen, der seit diesem Sommer auch die Möglichkeit zu einem Weingartenpicknick gibt. Matthias nimmt uns mit auf einen kleinen Spaziergang in die Rieden hinterm Haus. Die beste Aussicht kann man hier genießen. Auf den Tausend-Eimer-Berg in Spitz, die Singer Riedel, die Wehrkirche St. Michael bis nach Weißenkirchen. Wunderschön verzieht sich der Dauernebel in der herbstlichen Wachau für ein paar Minuten und wir kosten herrlich leichten Grünen Veltliner. 

Der Picknickplatz der Pöchlingers © diekremserin
Der Picknickplatz der Pöchlingers © diekremserin
Die nächste Chance auf eine gute Heurigenjause bei den Pöchlingers bietet Matthias ab Sonntag 23. November bis weit in den Dezember wieder bodenständige Kost mit hervorragenden Weinen.

Dritter Stop: Auf der Südseite der Wachau ist es für #winelover ein Muss in Rossatz Halt zu machen. Dass die dritte Station auf das Weingut meines Freundes Josef Fischer fiel hat zwei Gründe: seine Weine sind zum Niederknien und wir haben ihn zur Weiterfahrt mitgenommen zum Heurigenbesuch bei Mayer's vis a vis! Im Stüberl der Fischers übernimmt Joe die Weinprobe und schenkt uns allen einen Cuvée Hucho ein. Hucho steht für den lateinischen Namen des Donausalmoniden Huchen, der leider sehr rar geworden ist. 

Ein Bild aus dem Sommer. Das Stüberl der Fischers © diekremserin
Ein Bild aus dem Sommer. Das Stüberl der Fischers © diekremserin


Josef sen., liebevoll Huchenpepi genannt, machte es sich vor vielen Jahren zur Aufgabe den bedrohten Fisch wieder Lebensraum zu bieten und züchtet seither im hausnahen Garten die großen Raubfische. Damit gäbe er der Natur etwas zurück, sichert den Wiederbesatz und den vom Aussterben bedrohten Fisch. Die Lebensaufgabe hat ihm schon sehr viel Lob eingebracht, das ihm aber nicht wichtig ist - auch wenn es ihn stolz macht - er hat seine Leidenschaft gefunden. Joe, Josef jun., verbringt etwa 2 Monate des Jahres intensiv im Weinkeller, wo er die frischen Trauben presst, verarbeitet und der Gärung überlässt, danach kostet und kostet und kostet. Bis der Wein passt und im Frühjahr in Flaschen gefüllt wird. Oder später, denn Joe möchte dem österreichischen Weinmarkt auch reifere Weine anbieten. 

Nachdem ich einen Fischer-Jonagold-Apfel angeschnitten habe und unsere Mägen nach der aufregenden Reise durch die südliche Wachau knurren, machen wir uns auf zum letzten Stop, zum Heurigen Mayer vis a vis, dort wo uns Wildspezialitäten, Vulcano-Schinken und Alpenweichkäse mit Roten-Rüben-Aufstrich erwarten. Herrlich war's! 


15.11.2014

24 Mal würzen: SONNENTOR Gewürzadventskalender


Ich bin gegen Gewürzmischungen. Aber ich mache wie immer Ausnahmen. Das liegt wahrscheinlich an meiner französischen Seele. Im Sonnentor Gewürzadventskalender kann ich nämlich endlich jeden Tag was neues ausprobieren. Mein Speiseplan, den ich sonst versuche im Kopf zu erstellen, ist ENDLICH einmal für ein komplettes Monat durchgeplant. Da gibt's zum Beispiel am 8. Dezember Tante Mizzis Bratengewürz und der Feiertagsbraten ist gerettet. Oder ich plane am 11. Dezember eine Backsession ein, die mit dem Lebkuchengewürz bestimmt nicht in die Hose geht. Vielleicht esse ich den Teig aber auch ohne ihn zu backen. Für den Fisch am 24. ist bereits gesorgt. Dass ich mich vor der großen Essenschlacht rund um Weihnachten (ist das bei euch auch so, dass ihr am 27. halb am Platzen seid?) die großen Portionen verkneife und ein bisschen kürzer trete, meint wohl die Alles im Grünen-Mischung für Salate. Na ja. Ich werde berichten, ob ich meinen Adventskalender-Plan tatsächlich einhalte.

Noch bin ich nicht in Weihnachtsstimmung, aber Adventskalender machen tatsächlich Lust auf Punsch, Vanillekipferl und Sternanis.

Gewürzadventskalender von SONNENTOR

14.11.2014

Wünsch dir was: Umzug in die Göglstraße

Lässiges Leben mit Kindern - das Motto von Stella Brunner und Michael Krbecek steht im Vordergrund des sich im Umziehen befindlichen Kinderbekleidungsgeschäft "Wunschkind".

Am Samstag, 15. November, eröffnet das Geschäft in der Göglstraße mit vollem Programm. Natürlich sollen sich besonders die kleinen Gäste wohlfühlen, während die großen Gäste die Kleidung für Kids, Accessoires und Umstandsmode durchwühlen und einen angenehmen Samstagvor- und nachmittag verbringen. Um 10 Uhr und um 14.30 werden Geschichten vorgelesen, die den Kids den Einkaufssamstag versüßen, noch dazu gibt's Getränke und Minimuffins sowie die Möglichkeit bei einem Eröffnungsgewinnspiel zu gewinnen...



Herz, was willst du mehr? 

Der Fokus liegt dabei auf Nachhaltigkeit. „Mir persönlich sind biologische Produkte, faire Herstellungs- und Arbeitsmethoden sehr wichtig. Deshalb gibt es auch in meinem Geschäft nur Dinge zu kaufen, von denen ich persönlich überzeugt bin, die meinen Qualitätskriterien entsprechen und die ich auch selbst kaufen würde”, so das Motto der neuen Wunschkind-Chefin, die selbst als Mama von Luis und Emma lange auf der Suche nach einem Geschäft wie diesem war und die Nöte anderer Eltern im Bezug auf Wunschkleidung für die Wunschkinder kennt und versteht.

Stella Brunner und Kids beim Feinschliff © WUNSCHKIND
Stella Brunner und Kids beim Feinschliff © WUNSCHKIND
Ich bin gespannt auf die Eröffnung und die neue Kleidung, die ich im Geschäft Wunschkind kennenlernen werde. Außerdem freue ich mich auf Stella Brunner, die mit ihrem Unternehmen wiederum frischen Wind in die Göglstraße bringt.

www.wunschkind.co.at
Wunschkind ist auch auf Facebook
Öffnungszeiten: MO bis FR 09:00–12:00 und 14:00–18:00, SA 09:00–15:00

13.11.2014

Christoph & Lollo: 10 Fragen zu 11 Liedern

Woher ich Christoph & Lollo kenne? Das ist ganz einfach und auf eine meiner besten Freundinnen zurück zu führen, die vor vielen Jahren mit den Schispringerliedern unterm Arm zum CD-Player ging und meinte: Hör dir das an, die sind großartig. Einige Jahre später zur Release eines weiteren Albums im Stadtsaal Wien spielte die kritisch-komische Wiener Zweimannband keines der Schispringerlieder mehr. Aber dafür fragten sie in die Runde wann denn der ehemalige Finanzminister KHG endlich ins Häf'n ginge. Nun ja, darauf gibt es keine Antwort. Für ihr Album "Das ist Rock'n'Roll", das am 3. Oktober 2014, erschien, kommen Christoph & Lollo am 20. November nach Krems ins Kino im Kesselhaus.

"Das ist Rock'n'Roll" © Ingo Pertramer

Folgende 10 Fragen zu 11 Songs auf dem Album "Das ist Rock'n'Roll" beantworteten Christoph & Lollo per Mail. Die Zeit ist knapp und der Tag voll.


Kunstscheiße. Als ich das Lied zum ersten Mal gehört habe, musste ich Tränen lachen. Wie seid ihr auf die Idee gekommen ‘Kunstscheiße’ zu thematisieren? Liegt ein tieferer Grund darin versteckt?


Der überaus nützliche Begriff Kunstscheiße ist uns ausschließlich aus Künstlerkreisen bekannt. Wir wollten uns in diesem Lied nur über die lächerlichen Seiten der Kunstszene lustig machen um ein bisschen Spaß zu haben. Tieferen Grund gibt es hier keinen, nur tiefen Schmäh.



Ich koche selber. Seit dem anhaltenden Aufschwung der Fernseh-Sterne-Köche entdecken immer mehr Männer den Herd für sich - aber nur unter bestimmten Bedingungen: die Ausrüstung und die feinsten Zutaten müssen vorhanden sein. Nach Emanzipation hört sich das nicht an, sondern nach einem kritischen Blick auf den andauernden Kampf zwischen Mann und Frau: wer kann was besser? Worauf wollt ihr hinaus?

Einerseits finden wir es in hohem Maße lächerlich, dass Kochen und sonstige Haushaltstätigkeiten heutzutage zu etwas extra Maskulinem hochgejazzt und ernsthaft und verbissen männlich betrieben werden. Über diese Männer, die aus allem einen kindischen Wettbewerb machen müssen, machen wir uns gerne lustig weil wir sie für Witzfiguren halten. Andererseits sind wir selbst genau solche Männer und meinen alles was wir singen todernst. Unsere Rotweinsaucen und Fleckenputztechniken sind auf allerhöchstem Niveau angesiedelt.

Das ist Rock’n’Roll. 1988 veröffentlichten Die Ärzte das Lied “Das ist Rock’n’Roll”. Habt ihr euch daran orientiert? Wen zählt ihr zu euren musikalischen sowie textlichen Vorbildern?


Wir kennen das Lied natürlich schon lange, heißen aber nicht Uwe und Gabi. Unsere Vorbilder sind die Beatles, Enrico, Udo Jürgens, Georg Kreisler, Led Zeppelin, die Ärzte, der Typ der die Wickie-Titelmelodie singt, Bushido und Andreas Gabalier, der Mann mit dem Taschentuch in der Unterhose.

Das Internet hat unser Leben zerstört. Wikipedia ist der Feind jeder Party. Ganz ehrlich, passiert es euch nicht auch, dass ihr wenn ihr etwas nicht wisst, schnell am Smartphone googelt oder wikipediert? Wie geht ihr mit der ständigen Erreichbarkeit um? Wann schaltet ihr ab? (in der Therme?)

Nur einer von uns hat ein Handy mit dem man ins Internet kann und benutzt es äußerst selten dafür. Wir sind sehr gut darüber informiert wie man Handys abschaltet und machen gerne davon Gebrauch. In Nassräumen haben elektronische Geräte natürlich nichts verloren.

In der Therme. Habt ihr euch für das Lied auf Recherchezeit in die Therme begeben? Wie recherchiert ihr allgemein für eure Texte?

„Recherchiert“ wird quasi ständig, weil es ist ja immer irgendwas. Wir haben’s auch ganz gern, wenn unsere Texte Hand und Fuß haben, weil wir singen sie dann ja jahrelang. Mit Thermenurlaub haben wir beide Erfahrung, wir halten es für eine legitime Form von Tagesgestaltung.

Seit ich ein Kind hab. Ein Erfahrungsbericht? Der Text bespricht äußerst genau welche Vorzüge aber gleichzeitig vorwiegend welche Nachteile ein Kind im Leben mit sich bringt. Bezieht ihr euch dabei auf bestimmte Wesenszüge konkreter Eltern?


Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie gefinkelt zielgruppenorientiert wir arbeiten: Eltern, insbesondere junge Eltern, reagieren auf das Lied meistens mit heftigem Kopfnicken und verzweifeltem Lächeln. Leute ohne Nachwuchs reagieren oft mit hämischem Gelächter und Spott über windelwechselnde Spielplatzaufpasser. Unterm Strich ist also jeder Mensch potenziell Zielgruppe dieses Lieds. Unsere Marketingabteilung ist sehr zufrieden mit uns.

Demokratie. Politisches fließt immer wieder in eure Texte ein. Würdet ihr euch als politische Protestsänger beschreiben? Oder als realistische Politik-Beobachter? Welche Einstellung habt ihr der Politik gegenüber?

Ein paar Lieder von uns sind durchaus politische Protestsongs. Wir versuchen aber trotzdem unseren Humor nicht zu verlieren, was, wenn man mit österreichischer Politik leben muss, eine sehr gesunde Einstellung ist. Realistische Politik-Beobachtung ist eine Aufgabe, die wir gerne von seriösen Medien wahrgenommen sähen, Komiker wie wir haben andere Aufgaben.

Es ging nicht. Weiter geht’s mit einem politischen Thema: Anpassung und Integration sind Schlagworte, die in einem Atemzug genannt werden; wo muss eurer Meinung nach Anpassung aufhören und Integration anfangen? Welche Regelungen würdet ihr begrüßen?

Naja, in dem Lied geht’s ja eigentlich nur um das Gefühl, sich in Gesellschaft unwohl zu finden, was ja jeder einigermaßen vernünftige Mensch oft erlebt. Das hat aber mit Anpassung und Integration wenig zu tun. Generell begrüßen wir aber Regelungen, die dazu führen, dass jeder seine Ruhe hat und alle vernünftig zusammenleben. Diese Ziele lassen sich wohl mit Bildung, Aufklärung und Kommunikation besser erreichen als mit Gesetzen und schulmeisterlichem Getue.

Du weißt ja wie die sind. Auch in diesem Lied beschreibt ihr sehr kritisch Stammtischgespräche und Gedanken der europäischen Gesellschaft: wir sind besser, aber sie - die Afrikaner - können nichts dafür, das liegt bestimmt in den Genen, dass sie nicht wirtschaften können. Wollt ihr mit Texten wie diesem die Menschen zum Nachdenken bringen? Habt ihr Erwartungen an euer Publikum zu handeln?

Wir wollen vor allem über Themen singen, wenn’s geht auf nicht allzu blöde Art und über relevante Themen. Dass wir damit Menschen zum Nachdenken bringen, ist nicht unser Antrieb. Der Punkt ist eher, dass es Leute gibt, die gern Lieder hören die sich um relevante Themen drehen und bei denen man ein bisschen mitdenken muss. Für die sind wir gerne da. Wir haben auch keine allzu hohen Erwartungen ans Publikum, wir sind schon froh wenn es eines gibt. Ab und zu höflich klatschen und nicht mit Gemüse werfen finden wir gut.

Wahlkampfhymnen. Abgerundet ist das Album mit den Wahlkampfhymnen, die es zu allen Parteifarben auf Youtube zu sehen gibt. Auf dem Album sind ÖVP und SPÖ gleichwertig mit je einer Hymne vertreten - spielt ihr auf die große Koalition an? An welche lustigen Rückmeldungen erinnert ihr euch, die 2013 zur Wahl veröffentlicht wurden?


Die beiden Lieder sind auf dem Album, weil sie unserer Meinung nach auch nach der Wahl noch ausreichend relevant sind. Die Hymne über‘s BZÖ zum Beispiel ist mittlerweile obsolet. Auf die Wahlkampfhymen gab es viele lustige Rückmeldungen. Ein Highlight war sicher, dass der Strache auf Facebook erst die Konkurrenzhymnen verlinkte und vollmundig verkündete, er freue sich schon auf die FPÖ-Hymne, diese dann aber aus den Kommentaren löschen ließ damit seine Fans sie nicht anhören können. Generell war es besonders erfreulich, dass unsere Lieder von den Anhängern der Konkurrenzparteien größtenteils für gut befunden wurden, von den Anhängern der jeweils besungenen Partei aber eher nicht – da gab es sehr lustige beleidigte und aggressive Reaktionen und die irrsten Verschwörungstheorien, von welcher Partei wir denn bezahlt worden wären. Uns war aber vorher schon klar, dass Politik in Österreich insbesondere in Wahlkampfzeiten und insbesondere im Internet auf sehr niedrigem Niveau verhandelt wird und hatten mit der ganzen Geschichte einen großen Spaß.

Herzlichen Dank für die ehrlichen Antworten! Ich freue mich auf 20. November.


08.11.2014

Einmal Wachau, bitte!

Auf der Burg in Weissenkirchen, in den Nebel © diekremserin
Auf der Burg in Weissenkirchen, in den Nebel © diekremserin
Die Wachau hat mich in ihr Herz geschlossen. Nicht nur, weil ich der Liebe wegen in eines der Tore der Wachau zog. Vielmehr zeigen mir die verwinkelten Gässchen, die schönen mittelalterlichen Häuser, die meist sympathischen Dorfbewohner am südlichen sowie am nördlichen Ufer der Donau und die hohe Kulturdichte wie sehr ich hier verankert bin.

Deshalb freue ich mich umso mehr, wenn ich an machen Sonntagen Zeit habe hinein zu fahren in die Wachau. Zum Beispiel nach Weissenkirchen, wo ich - nachdem ich mich entschlossen habe mit dem Bus hinzutuckern - beim heurigen Halbmarathon eine wunderbare Begleitung hatte. Dort überquerte ich zum ersten Mal die Donau mit einer Fähre und schaute mir das Spektakel der Wachauer Nase genauer an.

Im Wachau-Blog der ARGE 100% Wachau finde ich immer wieder interessante Berichte, Hinweise und Touren, die ich noch nicht kenne und die ich unbedingt kennenlernen möchte. Die Sehenswürdigkeiten in Weissenkirchen an der Wachau geben einen hervorragenden Überblick, wohin sich neugierige Augen wenden sollen und wo Insider gerne hingehen. Der Blog wird von mehreren Personen geschrieben, die stark mit der Wachau verbunden sind: touristisch, gastronomisch, kulturell und emotional.

Auf der Burg in Weissenkirchen, in den Nebel © diekremserin
Auf der Burg in Weissenkirchen © diekremserin

Nachdem ich mich mit meiner Freundin M. auf die Burg gewagt habe, dort dem Nebel und Nieselregen getrotzt habe, sind wir zur Lisi, ins Café Elisabeth eingekehrt, wo es neben Kaffee hausgemachte Torten gibt. Mit nachhause habe ich den Wachau-Taler genommen, mit Nougatfüllung!

Im Café Elisabeth geht's mir gut © diekremserin
Im Café Elisabeth geht's mir gut © diekremserin




07.11.2014

Im Gespräch mit Alireza Mollahosseini: Inspiration durch Kunst

Nach dem Interview mit Jo Aichinger, der mir den iranischen Musiker und Philosophen Alireza Mollahosseini als weiteren Gesprächspartner nahe gelegt habe, nahm ich durch das AIR - Artist in Residence Programm in Krems tatsächlich Kontakt auf und wir fanden einen geeigneten Zeitpunkt, um uns gemütlich zu einem Gespräch zu treffen. Die Kommunikation mit dem Iraner lief über seine Frau, die für den einmonatigen Aufenthalt ihrem Ehemann als Dolmetscherin zur Seite stand. Eine durchaus schwierige Aufgabe, die sie mit Bravour meisterte. Das junge Paar, das teils in Teheran, teils in Alirezas Heimatort im südlichen Iran leben, inspirierten mich und weckten meine Geister, das mir unbekannte Land näher kennen zu lernen.

© Alireza Mollahosseini  

Zuvor hatte ich das Glück neben der iranischen Künstlerin Shirin Neshat auch Alireza Mollahosseini schon am Vorabend unseres vereinbarten Gesprächstermins ein passendes Gesicht zum Namen zu erhalten, bei der Eröffnung von "Passage". Leider hatte ich es zu seinem Auftritt bei Glatt & Verkehrt HerbstZeitlos nicht geschafft.

Das folgende Gespräch fand mit Alireza und seiner Frau Nasim statt, die als Sprachvermittlerin half. Aufgrund der Sprachbarriere möchte ich das Interview auf Englisch posten:

Thank you for meeting me here, Alireza and Nasim, I am really happy to meet such a talented musician from Iran in Krems. You are currently AIR - Artist in Residence in Krems, Austria. How do you feel about the town? What is your opinion about Krems? 

I appreciate the town of Krems and its people who warmly welcomed me in their home. Though it is not my first time in Austria. Krems seems very cultural to me and has a nice atmosphere. I really enjoyed it to meet the artist Shirin Neshat. I am very pleased to be here.

Tell me about your experience of being part of the festival "HerbstZeitlos" (Glatt & Verkehrt) in Krems. Was the audience different to what you are used to? 

The performance itself was great. Although I was not able to listen to other artists' performances this time since I played at another festival the next day and needed to travel. Concerning the music, I think especially Iranian music is connected with its instruments which are common in Iran but not here. I am connecting Iranian traditional music from the regional Southern parts of the country with contemporary music from Iran. Iranian music is deeply rooted in musical therapy as well. I also want to introduce my style to the audience because most of Austrians have never heard such music. During a workshop I experienced a very moving situation, I would like to explain: when I entered the room the students were distant, due to my foreign appearance, but when they closed their eyes and listened to my compositions for percussion, they came closer and forgot the distance. Music broke the ice! I would really like to thank Jo Aichinger for his invitation to Glatt & Verkehrt because it was the chance to introduce my music to Austrian people.

Iran is where you come from and where your education of music is deeply rooted. How would you describe your development as a musician? Which artists have influenced you. 

Firstly, I would like to say that art is not theoretical, it is knowledge of a life and therefor I have been in touch with music very early on a professional level. I am born into a family with passion for music and I gained the interest from my father and my brother but the person who supported me the most is my mother. In my opinion you can study a long time and you can be best at the technique but there is always a philosophical reason behind that - you need to be inspirited of your own music. I lived in Teheran and had to go back to my home, to my roots to find a deeper meaning of what I am doing. The most relevant step to achieve that was to be close to the Persian Golf by myself, where I was isolated with my instruments. I could feel a different meaning of life there as well. Music is for me the answer. I gained knowledge which is the source of inspiration for me and I was able to communicate with the universe. My teachers and musicians I have benefited from are for example Master Parviz Meshkatian who is an Iranian musician and composer who passed away some years ago, or Master Mohammadreza Lofti. Master Kayhan Kalhor is in my opinion one of the best livelong Iranian musicians who plays Kamancheh. We had several concerts together and he is not only my master in music but like a mentor from whom I have learned a lot. Another musician and composer I have worked with is Master Hossein Alizadeh.

"Art is an interpretation of the universe" 


Austrian and Iranian music do not seem to be connected due to their different styles, in their heritage and their way to make music. Are there any parallels? Do you think your music can be understood here, in Austria? 

Both of the countries have a long tradition and deeply rooted connection to music but in a different way. Art is a translation and an interpretation of the universe and so is music. The source is always the same but people look at it in different shades of colors. I do not look at the similarities in music, I want to come closer to see how art/music communicates and offers comprehension. I see myself as an interpreter of music and if I interpret for example Mozart, it may sound nothing like Mozart for the audience but it is MY inner, very intense interpretation of it. Music is a place to meet when different 'cultures' play together. We need to meet with respect. If there is distance between us, we need to leave culture behind: we are all human beings with the very same roots and speak a shared language: music! But I understand that each person has a certain point of view but in the end comprehension should clearly be focused. 
I would also like to point out the current political situation of Iran and its big selfishness. People are the instruments of super powers and they fight for... what are they fighting for but the super powers? If you look at one particular branch of Islam, Sufis, they follow older laws, a different spirit and music is an essential part of their belief. Sufis are usually scientific people but due to religion they are left aside and badly treated nowadays, due to their belief. I wished we had more respect of each other to prevent wars and misunderstandings. 


"We speak a shared language: music"


What do you want to achieve during your residency in Austria? 

I would like to be isolated with my instrument to focus on music. The town Krems influences me and my musical inspiration with its landscape, with River Danube, the colored hills in the back. The residency gives me the opportunity to meet with professionals in Austria and exchange knowledge. 


What do you wish for, when you have 3 wishes to the universe? 

Firstly, I would like to know why I am on earth. I think there is a reason and a task for me to do. Secondly, I want to live with people I love: my wife, my family and to make them laugh. Thirdly, I would like to make a special salon in my hometown and die there while I am playing. 

Thank you very much for you time and your inspirational points of view! 

Thank you for having me here. I would also like to thank my wife - this trip to Austria was an opportunity to come closer and Jo Aichinger who showed me Krems and its people and accepting me as an artist in residence. I would really appreciate to have more concerts here in Krems in future.

Mehr erfahren

03.11.2014

#KultTipp: Hotspot Kunstmeile Krems

Tanja Praske sammelt. Die Sammlung hat den Vorteil online zu sein. Für alle (die Internetzugang haben) zugänglich. Auf ihrem Blog sammelt sie mit dem Hashtag #KultTipp Tipps, die Museums-, Ausstellungs- und Kulturinteressierte schreiben. Ich möchte Teil ihrer Sammlung sein.

Kunsthalle Krems, Karikaturmuseum Krems, Forum Frohner 

Krems ist gesegnet mit Kultureinrichtungen. Dass sich auch in den nächsten Jahren am Kunstsektor für die Kleinstadt einiges verändern wird, sehe ich als großes Potential sich zu positionieren. Die Kunstmeile Krems besteht aus drei Häusern, die sich auf zeitgenössische Kunst, Karikatur und monographische sowie epochale Ausstellungen spezialisiert haben. Neben der Kunsthalle Krems, dem dazugehörigen Forum Frohner (Standort Minoritenplatz in Stein) und dem einzigartigen Karikaturmuseum Krems, das gemeinsam mit Gustav Peichl und Manfred Deix auf eine hervorragende Sammlung an kritischer wie humorvoller Karikatur zurückgreifen kann, siedeln sich in den ehemaligen Gebäuden der Tabakfabrik die Artothek Niederösterreich, die ORTE Architekturnetzwerk, eine Druckerei sowie die Studios der Artist in Residence an. Unweit des Franz-Zeller-Platz gleich gegenüber der säkularisierten Minoritenkirche, die als Klangraum und Installationsfläche dient, renovierte Daniel Domaika einen Ausstellungsraum für seine Graphiken. Gleich daneben befindet sich das Salzstadl, ein gut bürgerliches Wirtshaus, das zu jazzigen Jamsessions, Lesungen und anderen Kulturveranstaltungen lädt. Begibt man sich etwas weiter nach Norden schließt hinter der Kunsthalle Krems das Kino im Kesselhaus an, das in den Campus der Donau-Universität Krems sowie der Fachhochschule IMC Krems integriert wurde. 

Das Karikaturmuseum Krems
Das Karikaturmuseum Krems © diekremserin
Campus Krems © diekremserin
Campus Krems © diekremserin


Kunst und Kultur wohin ich schaue. Ich halte mich täglich dort auf, laufe von A nach B, halte kurz inne, betrachte die humoristisch gestaltete Fassade des Karikaturmuseums, begebe mich in eine andere Welt, sobald ich das Stadttor nach Stein durchquert habe und lasse mich auf spannende Filme des Programmkinos ein. Auf einzigartige Weise wird dieser Zwischenort - weiter entfernt von der Kremser Altstadt und noch nicht ganz in Stein - mit hochklassigen Ausstellungen bespielt, die unterschiedliche Zielgruppen anregt sich intensiv mit einer Kunstszene auseinanderzusetzen, die sonst in Krems nicht greifbar wäre. 

Atelier Daniel Domaika © diekremserin
Atelier Daniel Domaika © diekremserin


Die Wintersaison startet mit zwei Eröffnungen


Eine Retrospektive zu Dominik Steigers umfassendem Werk wird ab 15. November in der Kunsthalle Krems präsentiert. Dem Künstler, der sich interdisziplinär zwischen den Feldern Malerei, Lyrik, Videokunst und skulpturaler Kunst bewegte, widmet das Ausstellungshaus die erste große Ausstellung, die das komplexe Werk zu fassen versucht. 

Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße stellt das Karikaturmuseum Krems zwei Comic-Zeichner und Illustratoren vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Rudi Hurzlmeier und Jakob Kirchmayr sind Zeichner der Extraklasse. Während sich Hurzlmeier auf altmeisterliche Techniken spezialisiert hat, sticht der Hang zum Komischen hervor. Nicht nur Liebhaber der komischen Kunst, sondern auch kunstaffine Menschen sprechen seine satirischen Bildfindungen an. Jakob Kirchmayr stellt sein Panoptikum an "sagen"haften Zeichnungen vor. Der leidenschaftlich expressive Strich ist in seinem gesamten Werk zu verfolgen, denn seine Figuren und Objekte scheinen aus einem Strichgewirr zu entstehen. Die Illustrationen Kirchmayrs in der Publikation "Sagen aus Niederösterreich" unterstreichen den mystischen Charakter der Geschichten. Am 22. November unbedingt zur Eröffnung kommen! 


02.11.2014

Ein Lichtblick: African Heartbeats an der Donau-Universität Krems

Erinnerungen werden wach: es war im Mai, als der Campus-Chor "Choryphäen" im Stadtpark einen Einblick ins weltmusikalische Repertoire gab. Die Sonne schien und ich fing mir den ein oder anderen Sonnenbrand ein, beim ersten Mal Krems unter freiem Himmel.

Die Choryphäen holen gemeinsam mit ihrer Chorleiterin Cornelia Pesendorfer am 16. November die Sonne zurück in die Donau-Universität Krems, indem sie mit rhythmischen Klängen aus Afrika aufwarten. Zu Gast sind Tshwalabenyoni, Somalia, Virginia Mukwesha und die Black Messengers Afro Band.
Einladung zu African Heartbeat, Campus-Chor Krems

Mit AFRICAN HEARTBEAT betitelt kann sich das Publikum in die afrikanischen Klänge, in die Seele der afrikanischen Musik einfühlen. Essentielle Inputs gibt Tshwalabenyoni, der ausschließlich mit Stimme und Gitarre traditionelle Musik mit Zeitgenössischer vermischt und seine eigene Soundcloud erlebbar macht. Der Maskandi-Musiker kommt aus der Region Plumtree in Zimbabwe, die unmittelbar mit seinen selbstgeschrieben und komponierten Songs in Verbindung steht: er legt Wert auf das Ländliche, das Regionale und die Einfachheit des Landes.

Weiters bereichert Soualia (bedeutet: der gute Weg) das neue A-Capello Trio das Konzert AFRICAN HEARTBEAT und berührt mit schwungvollen wie auch herzzerreißenden Balladen aus dem südlichen Afrika und starken Stimmen von Madagaskar über Südafrika bis nach Österreich. Neben Cornelia Pesendorfer sind Sheila Schmidhofer und Smiley Divinzenz Teil des neugegründeten Trios.
Mit ihrem sonnigen Gemüt, ihrem verinnerlichten Gefühl für Rhythmus und ihrer einzigartigen Stimme legt Virginia Mukwesha noch eins drauf. Die Frau aus Simbabwe darf sich nicht grundlos Prinzessin nennen: sie ist die Tochter der Queen of Mbira (Stella Chiweshe). Schon mit 12 Jahren entschied sich Virginia dazu professionelle Sängerin, Tänzerin, Musikerin zu werden. Unglaublich, wie Musik das Publikum packen kann:



Auch in Österreich fanden sich fünf junge Stimmvirtuosen aus Zimbabwe, Südafrika und Burkina Faso, die Black Messengers Afro Band. Obwohl alle der bis zu 7-köpfigen Band in Wien, außer einer Künstlerin, die in Amsterdam lebt, in Wien leben, ist es für die MusikerInnen wichtig ihre (musikalischen) Wurzeln nicht zu vergessen. Sie bringen mit ihren Texten und ihrer Musik Themen wie Armut und Tyrannei ein, gegen die sie aktiv kämpfen oder setzen bewusst Zeichen für Gender Equality.

Sonntag, 16. November 2014, 18.00 Uhr | Audimax der Donau-Universität Krems

Ein Konzert mit Virginia Mukwesha (Zimbabwe) Tshwalabenyoni (Zimbabwe) Soualia (Madagaskar, Südafrika, Österreich) Black Messengers Afro Band und dem Campus-Chor „Choryphäen“ in Kooperation mit Campus Cultur
Eintritt EUR 15 | Kinder bis 12 Jahre frei
Kartenreservierung africanheartbeat@vanveen.co.at
Vorverkauf Kino im Kesselhaus | Mi-Sa ab 17.30-20.30 Uhr, So ab 10-12.30 und 14.30-20.30 Uhr und an der Abendkassa
Der Reinerlös kommt dem Projekt „Kids in Zambia“ zugute.

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