wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about
#VisitCarinthia bei SlowFoodTravel, unterwegs mit #ReisebloggerAT
Ruhezentrum Waldviertel - Genuss im Norden Niederösterreichs #VisitWaldviertel

Zusammen Reisen

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Wohin zieht es dich 2016? Eine erste Sammlung meiner Reisepläne stelle ich für dich zusammen. Auf folgende Destinationen darfst du dich freuen!

Zusammen Speisen

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Welches Lokal wolltest du unbedingt schon mal ausprobieren? Meine ehrgeizige Bucketlist für 2016 - Bars, Restaurants und Delis, durch die ich mich kosten will.

Zusammen Arbeiten

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Willst du dich über diekremserin on the go informieren? Erhalte den richtigen Überblick für eine Kooperation: Mediendaten, Kontakt, Impressum.

29.08.2016

Shanghai, ich esse!

Nach meinem Beitrag zu meiner Reisevorbereitung in die Kunstgefilde von Shanghai, werde ich mich nun etwas mit der Kulinarik beschäftigen. Auf das Kosten von neuen Gerichten, das Erschrecken von Gewürzen, die ich nicht kenne und Ausprobieren von Köstlichkeiten, die ich wohl in Wien niemals bekommen werde, freue ich mich mehr als auf alles andere...

Instagram sei Dank, empfehlen mir dort schon einige Shanghai-Insider Restaurants, Brunch-places-to-be und Bars, wo ich abends abhängen kann.

Nach meinem Aufenthalt werde ich Fazit über meine Erfahrungen geben...

Shanghai Food & Drink Bucket List


Shook! 



BAOISM China



Blackbird

Ein von Kae Collective (@kaestories) gepostetes Foto am


Aunn Cafe & Co



Street Food Experience!

In den wenigen Tagen, die ich in der Metropole verbringen werde, möchte ich auch Best Street Food in Shanghai testen.


27.08.2016

#WheninItaly: Slow Travel Siena


Niemals hätte ich gedacht, dass ich am 16. August jemals wieder in die Toskana reisen werde. Vor allem nicht nach Siena, wo sich zwar die Menschen tummeln, aber in einer Dichte, dass Genussprogramm fast nicht möglich ist.  Wieso? Der alljährliche, zweimalig stattfindende Palio, das historische Pferderennen, ist angesagt. ItalienerInnen und vor allem die SieneserInnen selbst, lieben diesen traditionsreichen Lauf. Hundert Sekunden dauert das Spektakel, bei dem sich am Piazza del Campo die Massen sammeln, auf Holzpritschen sitzen und ihrer Contrade (Bezirk) zujubeln. Siena ist in siebzehn Contraden geteilt. Die Sprengel oder Kleinbezirke sind einem bestimmten Symbol zugeordnet - ich habe nahe der Muschel und der Gans genächtigt. Meine Kollegin, die sich dem Sieneser Lebensstil für ein paar Monate annähert, feuert - Achtung Spoiler - dem heurigen Gewinner Lupa (die Wölfin) zu.



Fünf Tips für ein #SlowTravelSiena-Wochenende


* Miete ein Auto! 

Gemeinsam mit dem süßen Fiat Cinque Cento bist du mobil, enfliehst den Tourismusmassen und entscheidest ob du Chianti, Pisa oder die Adriaküste unsicher machen willst. Parkplätze im Nordosten der Stadt sind frei, allerdings auch begehrt.

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* Go for B&B! 

Nachdem ich erst kurzfristig gebucht hatte, und der Palio zu akuter Zimmerknappheit in der toskanischen Stadt führt, sind selbst die Air BnBs in denen ich normalerweise nächtige überteuert. Gefunden habe ich ein wunderbares, schmuckes B&B über booking.com. Lorenzo, Inhaber des Ai Canapi B&B, hat sein Häuschen mit sehr viel detailreichen Elementen eingerichtet, im toskanischen Stil, und kümmert sich herzlich um seine Gäste. Da macht es nicht einmal etwas wenn Dusche und WC über den Gang zu erreichen sind.

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* Trinke Apero am Piazza del Campo!

In den Tagen vor dem echten Palio sind schon alle Sieneser im Aufruhr und in den Straßen der einzelnen Contraden werden Feste gefeiert als gäbe es kein Morgen. Begib dich ins Chaos der Gässchen und Vialen, folge den in historischen Kleidern auftretenden Kindern, höre die Kampfgesänge aus den Hinterhöfen von Klöstern und Kirchenkomplexen, und vor allem, schau auf den Rathausplatz nachdem an den drei Tagen der Vorbereitungen auf den echten Palio bis spätnachts viel los ist. Hinsetzen und den Vibe genießen!

* Rundum-Service: Auf nach Cortona!

Besuche Cortona, die Stadt am Hügel, der dich über einen Teil der Toskana blicken lässt. Das hübsche Städtchen birgt in den Gässchen, Anstiegen und steilen Treppenläufen viele Verstecke und geheime Entdeckungen. Ein Highlight war sicher der Anstieg zur St. Margherita Kirche, die sich knapp neben der Fortezza Medici auf einer Plattform erhebt und zum Verweilen einlädt. Souvenirshops haben NOCH nicht überhand genommen und das Städtchen wirkt sehr authentisch. Einzig ein Fehlen von guten Eisgeschäften habe ich festgestellt!
Die Fahrt nach Umbrien zum Lago Trasimeno ist auf jeden Fall einen Abstecher wert!

Die großartige Aussicht! © diekremserin on the go
Die großartige Aussicht! © diekremserin on the go

* Anstellen und rauf auf den Duomo!

Ja, ich weiß, anstellen und warten, warten und noch mehr warten, sind eher unsexy. Ich mag das auch nicht. Aber rund um die Mittagszeit, so gegen 12 Uhr, sind die Anstellzeiten am Nuovo Duomo meist etwas kürzer. Statt 45 Minuten oder noch mehr, lässt du dich am besten im Museo dell'Opera del Duomo nieder und wartest bis du, mit 20 anderen Menschen die engen, steilen Treppen zur einzigen, stehenden Mauer des Domneubaus erklimmen darfst. Die Aussicht ist ein Traum! Es zahlt sich aus. Nimm am besten ein Kombi-Ticket für Dom, Baptisterium, Museum und Aussichtsplattform.

Achtung! Der Dom sperrt erst um 13 Uhr seine Tore für Besichtigungen auf!






Weitere Fotos zu den Traveldestinationen rund um Siena findest du hier: 

#VisittheSouth Siena im SlowTravel Modus

21.08.2016

Genuss am laufenden Band: Kitzeck, Gamlitz und Konsorten

Was gibt es Schöneres als ein Wochenende in der südsteirischen Toskana zu verbringen? Mit Ausblick auf die Sausaler Weinberge und hin"unter" nach Slowenien. Also in den Süden. Wie bereits in einer vergangenen Fotoreise angekündigt, habe ich mich auf den Weg zum Weingut Schauer gemacht, wo ich - in Kitzeck im Sausal - noch eine Rechnung offen hatte. Die Schauer-Buben (Stefan, Bernhard, verzeiht mir!) hegen und pflegen den elterlichen Betrieb, der einerseits den Weinbau und andererseits die Buschenschank und Ferienzimmer umfasst. Schade, dass die diesjährige Weinernte aufgrund eines grausigen Frühjahresfrostes sehr dürftig ausfallen wird. Und damit habe ich wahrscheinlich untertrieben.

Der Ausblick! © diekremserin on the go

Kreativität trifft Genuss 

"Solche Jahre helfen Ideen zu entwickeln und kreativ zu sein" meint Stefan, der beim sonntäglichen Frühstück die positiven Seite eines Ernteausfalls hervorkehrt. Bermerkenswert. Dabei habe ich das Gefühl, dass Kreativität hier sowieso schon sehr hoch geschrieben wird. Mein absoluter Highlight-Wein ist nach wie vor der sonst nicht so geliebte Sauvignon Blanc 2015, der allerdings für das nächste Jahr zurückgehalten wird und erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Verkauf kommen wird. Absolution! Neben den herrlich abgestimmten Weinen, die vom Brüderpaar gemeinsam entwickelt und vermarktet werden, können die Schauers mit den gemütlichen Zimmern voll punkten. Auch das Frühstück ist top: Heidelbeergratin? Unbedingt probieren!

Einblick in den Frühstücksraum! © diekremserin on the go
Einblick in den Frühstücksraum! © diekremserin on the go





Im GenussRegal der Vinofaktur in Gamlitz ergeht es mir nicht anders. Dort nimmt sich Chef Zeit und zeigt uns beim Rundgang, der von - nanonana - Kernölproduktion bis hin zur Schnapsbrennerei alles an Genuss widerspiegelt was die Südsteiermark zu bieten hat. Besonders spannend sind dabei die einzelnen Nischen, in denen das Ausstellungsdesign weg von den Produkten, hin zu den Fragen der Menschen rückt. Was braucht der Mensch? Was kauft der Mensch an Lebensmitteln? Was wird weggeschmissen? Wie hat sich das Tourismusland Südsteiermark verändert? Welche Speisen heissen wie sie heissen und aus welcher Zeit kommen sie?

Beim abschliessenden Verkosten - Sprudel, Sauvignon Blanc, Morillon vom Weingut Polz - gustieren meine Begleitung und ich noch im Shop. Denn davor macht die Ausstellung im GenussRegal ihrem Namen volle Ehre: Zotter-Schokoladenbrunnen, Kürbiskerne in verschiedener Zubereitungsform, Essige von Goelles, Vulcano-Schinken,... im Süden weiß ich, was ich esse!

"Das grüne Gold der Steiermark" - der Kürbis! © diekremserin on the go
"Das grüne Gold der Steiermark" - der Kürbis! © diekremserin on the go
Wir verkosten. © diekremserin on the go
Wir verkosten. © diekremserin on the go

Langsam machen wir uns wieder auf die Weiterreise. Mit dem Auto lässt sich's gut leben im Süden. Ohne wohl eher nicht so gut. Obwohl auch die Gegend rund um Gamlitz und Leibniz versuchen mit Buschenschank-Shuttles öffentliche Verkehrsmittel anzubieten. Vor allem für jene Menschen, die nicht nur kosten, sondern gerne auch trinken möchten. Diese Entwicklung wird wohl noch dauern...

Einkehr ist angesagt, denn nach dem vielen Verkosten ist uns tatsächlich ein echter Hunger aufgekommen. Empfohlen wird uns das Schramms - ein kleines Wirtshaus auf hohem Niveau. Bummvoll an einem Regentag wie diesem, obwohl draußen auf der überdachten Veranda ebenso BesucherInnen sitzen und die Aussicht geniessen. Ich entscheide mich für, klassisch, einen Backhendelsalat. Begleitung isst Bandnudeln mit wunderbarer Sauce. Herzlichst! Das Service ist rasch, unkompliziert und reizend freundlich. So, dass ich beim nächsten Mal bestimmt wieder stehen bleibe. 

Wundervolle Pastakreation im Schramms Wirtshaus, wo traditionelle Küche groß geschrieben wird. © diekremserin on the go
Wundervolle Pastakreation im Schramms Wirtshaus, wo traditionelle Küche groß geschrieben wird. © diekremserin on the go


Heidelbeeren überall, ich bin wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort.  Hier der wunderbare Heidelbeerstrudel :P © diekremserin on the go
Heidelbeeren überall, ich bin wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort.  Hier der wunderbare Heidelbeerstrudel :P © diekremserin on the go

Eine weitere Genussüberraschung hat die Ölmühle Hartlieb auf Lager. Nicht nur, dass der Shop alle Stücke spielt, nein, auch der Service ist ein Traum und ich bemerke, wie sehr die Menschen hier mit dem Produkt Öl verbunden sind: Kürbis, Lein, Distel, uvm. Im ersten Stock wartet ein kleines Museum auf mich: mit all den Maschinen und Vorgängen, die bei der Herstellung von Öl benötigt werden. SlowFood hat die Ölmühle in ihren Guide aufgenommen und ich verstehe sehr schnell wieso: das Produzieren von Öl ist eine langwierige, sehr aufwändige Sache, die Know-How, Gefühl und Verstand braucht, Liebe zum Detail und zum Kunden, der letztendlich als Endverbraucher gegenüber steht. Und dann ist der Genuss des Konsumenten gefragt: wie verwende ich das Öl? Ich setzte das gekaufte Erdnussöl gerne als Basis für asiatisch-anmutende Gerichte ein. Oder ich nehme das mit Dill versetzte Öl um Salate zu verfeinern.

erkäufer mit Herz und Seele seit 20 Jahren. Er ist schon immer dabei und lebt seine Berufung in der alten Mühle. © diekremserin on the go
Verkäufer mit Herz und Seele seit 20 Jahren. Er ist schon immer dabei und lebt seine Berufung in der alten Mühle. © diekremserin on the go
Sammelsurium an wichtigen Begleitern für das Pressen von Öl im Museum © diekremserin on the go
Sammelsurium an wichtigen Begleitern für das Pressen von Öl im Museum © diekremserin on the go

Zu besichtigen ist das Museum zu folgenden Öffnungszeiten in Heimschuh: 

06.08.2016

Ruhezentrum Waldviertel: alles für den langsamen Genuss

#SlowFoodTravel ins Waldviertel


Runterkommen und stressfrei frische Luft genießen. Das und dennoch genussvolles Leben wünscht du dir beim Urlaub Machen? Ich bin ein Fan geworden in die sogenannte Pampa (nicht nach Argentinien) zu fahren, um richtig abzuschalten. Rauf, ins Waldviertel, wo es ein paar Grad kühler ist, wo sich Fuchs und Hase um 18 Uhr "Gute Nacht" sagen und wo die Straßen so eng sind, dass ich mir oftmals nicht sicher bin ob ein entgegenkommendes Auto Platz hat. Die zehnte Wiese, das fünfzehnte Waldstück, glitzernde Sterne, strahlend blauer Himmel. All das, kann das Waldviertel.

 Gleich in Arbesbach angekommen. Wiese, Wald, Ruine. That's it! © diekremserin on the go
Gleich in Arbesbach angekommen. Wiese, Wald, Ruine. That's it! © diekremserin on the go


"Es ist soweit, das Netz ist weg." - Ich lege mein immer erreichbares Smartphone weg - Zipp zu. Die Gedanken sind plötzlich woanders.
Einblick ins Theaterstadl wo das Event stattfand!
Einblick ins Theaterstadl wo das Event stattfand! 

GenussfanatikerInnen, herzlich Willkommen!

In meiner spannenden Kooperation mit #Sonnentor durfte ich das Waldviertel schon von seiner nachhaltigen und sehr genussvollen Seite kennenlernen. Sprögnitz, der Ort an dem immer die Sonne scheint, bleibt mir gut in Erinnerung. Der kulinarische Höhepunkt war sicher der Besuch in der hauseigenen Leibspeis', wo mit Produkten aus der Region gekocht wird, wo alle möglichen Kräuter im Vordergrund stehen und der Blick auf das Wesentliche gewahrt wird. 

Ein paar Dörfer weiter, nach Zwettl und dort, wo Hase und Fuchs auch mir zum Gruße die Pfoten reichen, liegt Arbesbach. Dort kocht ein ganz Großer. 

Michi Kolm in seinem Element...
Michi Kolm in seinem Element... 
Michael Kolm, seit zehn Jahren am Herd des Restaurant Bärenhof, lernte bei jenen österreichischen Starköchen, die momentan Wien revolutionieren (Mraz und Sohn) und übersetzt dies in Waldviertlerischer, authentischer Manier auf den Teller. 

Zur Zehn-Jahres-Geburtstagsfeier verzauberten Michi Kolm und Team sowie Freunde des Koches 250 Gäste. Magie! Auch hier stand Nachhaltigkeit im Genuss am Tagesplan, denn Friends wie Josef Floh setzen auf Regionalität und vor allem Qualität. Auf den Teller kommt was Saison hat! 




Plus, Bärenbeobachtung inklusive

Der Bärenhof hat seinen Namen nicht von irgendwoher. Im Naturpark, der gleich anschließend an das  Lokal ins Abenteuer führt, kannst du Braunbären entdecken. Das Tierschutzprojekt von Vier Pfoten lässt Bären, die als Zirkusbären 

Sehr spannend klingt auch die Wanderführung von Elfie Grünstäudl, die sich mit BesucherInnen auf den Pfad der Urzeit macht. Leider konnte ich dies nicht ausprobieren, denn bei meinem Besuch stand eindeutig der pure Genuss im Vordergrund. 

Prost, Bloggerinnen :D
Prost, Bloggerinnen :D 

Die Speisefolge forderte die Gäste auf von Station zu Station zu wandern. Kurz überlegte ich mit der famosen Nachspeise bei Mraz zu beginnen. Entschied mich dann aber doch für den konventionellen Weg:

Gelbe Raunen mit Mohn, Topfen und Roastbeef vom Hirschkalb (Bärenhof)
Krautfleisch mit knusprigen Schweinebauch und Gnocchi (die üBÄRflieger - Männerkochgruppe rund um Michi Kolm)
Auberginencreme, gebratene marinierte Mini-Aubergine, marinierte Stekovics Paradeiser, Ziegenfrischkäse, Kräutersalat aus Königskraut, Spicy Oregano & Bohnenkraut (Floh)
2 x Kalb mit Eierschwammerl, Kohlrabigemüse und Polenta (Bärenhof)
Flat Iron Steak mit Kürbisgemüse (Bittermann)
Erdäpfel mit Buttermilch, Heublume und Bauchspeck
Basil Smash mit griechischem Joghurteis, Granola, Berberitzen und Melone (Mraz)

Rate, was das ist... ©diekremserin on the go
Rate was das ist.... © diekremserin on the go
...oder wer sich hier mit der geilsten Kruste abmüht ... © diekremserin on the go
...oder wer sich hier mit der geilsten Kruste abmüht ... © diekremserin on the go
...inklusive Endergebnis © diekremserin on the go
Salat at its best. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen © diekremserin on the go
Salat at its best. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen © diekremserin on the go
Michi Kolms Handschrift. © diekremserin on the go
Michi Kolms Handschrift. © diekremserin on the go
Anrichten, bitte! © diekremserin on the go
Anrichten, bitte! © diekremserin on the go
Zum Dessert. Das Eis schmilzt. Jede Bowl wird minutiös angerichtet. Ein Traum! © diekremserin on the go
Zum Dessert. Das Eis schmilzt. Jede Bowl wird minutiös angerichtet. Ein Traum! © diekremserin on the go 


Ausgelassen habe ich, weiß aber von Lisa (Finespitz.at), dass die Speisen mehr als zu empfehlen waren:

Grammelknödel (Blumentritt)
Kalbsrahmbeuschl (Goldenes Bründl)



Die Reise nach Arbesbach erfolgte auf Einladung von Hiller Communications


30.07.2016

Auf den Maler gekommen: Martin Johann Schmidt im Farblabor

Ist dir schon langweilig in den Sommerferien? Täglich schwimmen gehen geht sich in Österreich leider sowieso nicht aus, denn die chaotischen Gewitterzüge machen uns immer wieder einen Strich durch diese Rechnung.

Kommt bei dir gar Lust auf ein wenig Kreativität auf? 


Ganz stolz bin ich auf die bereits siebente Veranstaltung "Kunst trifft...", die ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen von der Kunstmeile Krems heuer ist Leben gerufen habe: Workshops zu verschiedenen künstlerischen Techniken und spannenden Themen rund um Kunst, Karikatur und Museum für Erwachsene.

Die Sommerferien laden dazu ein wie eine Touristin durch Krems zu gehen - schon in den vergangenen Jahren durfte ich einerseits als Tourguide mit Creativelena oder auf dem Rad Stadtrundfahrten machen. Dabei kam Stein, der zweite Teil der charmanten Doppelstadt Krems-Stein, meist zu kurz. Gemeinsam mit Christine Emberger entdeckte ich bei einer Vorab-Stadtführung die fragile, historische Stadt aus der Sicht des bekannten Kremser (stimmt nicht, denn es ist ein Steiner!) Schmidt.
Christine Emberger als Martin Johann Schmidt  © Martina Hackel
Christine Emberger als Martin Johann Schmidt  © Martina Hackel

Wer ist eigentlich dieser Kremser Schmidt?

Das fragte sich Christine ebenso und begann zu recherchieren. "Das ganze Projekt ist als Steinerin ein Herzensprojekt von mir. Je mehr ich in die Materie eintauchte, desto mehr Fragen wurden offengelegt... ich glaube ich werde nie damit fertig..." Mit einer umgänglichen und offenen Art geht die forschende Fremdenführerin und begeisterte Reisende auf ihr neues Projekt "Martin Johann Schmidt und Stein" zu. "Perücken! Du weißt gar nicht, wie schwierig es ist die perfekte Perücke zu finden, das hier ist schon die dritte... und den Hut, den muss ich aufsetzen, sonst kann mich wirklich niemand anschauen..." 

Mit einem jahrhundertealten Gehrock, einer Farbpalette, Pinsel und Perücke ausgestattet, treffe ich Christine am Linzer Tor. Dort sehen wir uns um: was ist heute da? Womit musste sich Martin Johann, der hier aufgewachsen ist und sein ganzes Leben verbracht hat, herumschlagen? Sie erzählt begeistert aus dem Leben des großen niederösterreichischen Künstlers, das 1718 in Grafenwörth bei Krems begann. Bald feiern wir also sein Geburtsjubiläum, eine große Sache für die Doppelstadt. Verstorben ist er auch in Krems, alt, aber immer noch sehr feinfühlig was seine Arbeiten betrifft. Bewundern kannst du "Kremser Schmidts" in vielen niederösterreichischen Klöstern, wo der Herr Auftragsarbeiten erhielt. Fad wurde ihm wohl nie. Seine besonders geschäftige Werkstatt in Krems vergleichen Zeitgenossen angeblich sogar mit Rembrandt. 


Gemeinsam mit Christine entdecken wir einige Originale, besuchen das Grab des Malers und hören einiges aus dem bewegten Leben des doch sehr braven Künstlers. Zurück an der Kunstmeile Krems entschwinden wir ins Farblabor: mit welchen Bindemitteln haben Künstler dieser Zeit gearbeitet? Wie entsteht das sogenannten Kremser Weiß? Und was hat es mit der Vorzeichnung auf sich? 

Der "Kunst trifft... Martin Johann Schmidt"-Workshop gibt Einblick in die Geschichten der Vergangenheit, die uns heute mit Fresken an den Hausmauern oder Altarbildern in den Kirchen noch begleiten, die über das Kopfsteinpflaster mitgetragen werden und die in den versteckten Eckchen von Stein auftauchen. Außerdem wird praktisches Anwenden gefragt sein - ausprobieren. Keine Vorkenntnisse notwendig. 

Zurück in die Zukunft mit Christine Emberger - Kunst trifft... Martin Johann Schmidt im Farblabor 

Anmeldung über 02732 908010 oder office@kunstmeile.at
10 Euro pro Person 

Mehr zu Martin Johann Schmidt via Bundesdenkmalamt.  

26.07.2016

#Sommer2016: am Wasser unterwegs

Ahoi, Wasserratten! 

Wie schon im Kärnten-Post mit dir geteilt, war ich ziemlich viel am Wasser unterwegs im Juni. Ein absolutes Highlight war dabei die Buchtenwanderung mit Gottlieb Strobl am Millstätter See. 

Das dunkle Wasser, die sagenumwobenen Geschichten rund um den See und seine Mystik haben mich mehr als verzaubert. Vielen Dank an meine Bloggerkolleginnen, die mich bei den Wasser-Aktivitäten gefilmt und fotografiert haben. 

Creativelena, Elena nahm mich beim Manövrieren des Bootes auf, mit dem ich durch die hängenden Äste etwas zu kämpfen hatte:




Sabine Mey (travelstories-blog.com) konnte mich beim meditativen Rudern festhalten. Mitten am See. Herrlich!

 Schaupause. © Sabine Mey
 Schaupause. © Sabine Mey

Hier bin ich zwar nicht am, aber beim Wasser...

Oder Angelika Komposch, das Kärntner Madl, das mich am Campingplatz im Rosental beim Yoga am Steg unbemerkt blitzte. © Angelika Komposch
Oder Angelika Komposch, das Kärntner Madl, das mich am Campingplatz im Rosental beim Yoga am Steg unbemerkt blitzte. © Angelika Komposch

24.07.2016

#Sommertag: die Hitze in Wien gut aushalten

Ich fahre Rad. Meist noch mit dem Citybike, weil ich mein Mitbewohnerinnenrad erst reparieren lassen muss. Und da komme ich schon ganz schön rum in Wien. Zu Hitzezeiten suche ich nicht immer nur das kühle Nass, sondern auch die Abkühlung durch schattige Bäume und kleine Auszeiten außerhalb des Trubels. An der Endstation der 43er Straßenbahn, Neuwaldegg, sind es nur wenige Meter in die Allee, wo's schön schattig ist.

Der Weg ist weit und die Stadt noch weiter weg. Endlich Ruhe © diekremserin on the go
Der Weg ist weit und die Stadt noch weiter weg. Endlich Ruhe © diekremserin on the go

#Sommertag im Schwarzenbergpark

Dass der Park heute den Schwarzenbergs, einer österreichischen Adelsfamilie zugeordnet ist, kommt daher, dass sie den Park um 1800 erworben und aufgewirtschaftet haben. In den Weltkriegen verwilderte der Park, bevor er 1957 von der Stadt Wien übernommen wurde. Heute ist er wirklich ein Naherholungsgebiet für die ganze Familie. Viele Wege, die zu Entdeckungen abseits des asphaltierten Wegs einladen oder grüne Wiesen, in denen du ganz gemütlich picknicken kannst. 

Eintritt in die Schwarzenberg Allee. © diekremserin on the go
Eintritt in die Schwarzenberg Allee. © diekremserin on the go
Ach, und auch der Park hat irische Geschichte, wie ich: Graf von Lacy erwarb die Fläche im frühen 18. Jahrhundert. Der hatte es gut, denn er war immerhin mit dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. befreundet. Im Stile der englischen Landschaftsgärten ließ er seinen Park anlegen und auch das Hameau - ein Dörfchen mit 17 Schilfdachhäusern, das ich noch nicht besucht habe.

Überall im Park verteilt findest du Gebäude, die teils revitalisiert wurden, teils etwas verfallen wirken. Hier das Grabmahl des Grafen Lacy. © diekremserin on the go
Überall im Park verteilt findest du Gebäude, die teils revitalisiert wurden, teils etwas verfallen wirken. Hier das Grabmahl des Grafen Lacy. © diekremserin on the go


Aber Martin Moser, gehlebt.at, hat sich während seiner Stadtwanderwegstour durch den 17. Bezirk gekämpft, aufgeschrieben im Juni 2015 erschienen Buch "Wien wandert".

Schattiges Plätzchen gefällig? Für Getränke und eine kleine Jause ist selbst zu sorgen. © diekremserin on the go
Schattiges Plätzchen gefällig? Für Getränke und eine kleine Jause ist selbst zu sorgen. © diekremserin on the go
Mehr zum Park findest du bei der Stadt Wien, wo auch die Broschüre für die Stadtwanderwege ausgegeben wird.

Schlemmerei in der Manameierei 

Kulinarisch empfehle ich dir im Container zwischen Schwarzenberg Allee und Sophienalpe vorbeizuschauen. Direkt an der Exelbergstraße gelegen sitzt du auf der Terrasse, kannst einen wunderbar gerösteten Fürth-Kaffee genießen (Achtung, fruchtige Röstung!). Die Mehlspeisen - von Brownies über Cheesecakes, very American, aber gut - sind sehr zu empfehlen, mit einem eisgekühlten Cappuccino die optimale Nachmittagsjause. 

Exelbergstrasse 32
1170 Wien
Tel: +43(1) 480 51 72
E-Mail: info@manameierei.com
Mi. bis So. 09:00 bis 18:00 Uhr


21.07.2016

Fünf Dinge, die ich mir von Peggy Guggenheims Leben abschaue

Peggy Guggenheim auf den Stufen des Griechischen Pavillons, in dem sie ihre Sammlung während der 24. Biennale in Venedig im Jahr 1948 ausstellte. In der Hand hält sie ein Gemälde ihrer Tochter Pegeen Vail (Interior, 1945). © Roloff Beny / Courtesy of National Archives of Canada
Peggy Guggenheim auf den Stufen des Griechischen Pavillons, in dem sie ihre Sammlung während der 24. Biennale in Venedig im Jahr 1948 ausstellte. In der Hand hält sie ein Gemälde ihrer Tochter Pegeen Vail (Interior, 1945).
© Roloff Beny / Courtesy of National Archives of
Canada
Sei du selbst!
Tu so, als gebe es kein Morgen
Kommunikation über alles
Folge deiner Intuition
... don’t give a shit!

Sei du selbst! 

Die neueste Doku über Peggy Guggenheim (Peggy Guggenheim - Ein Leben für die Kunst), die exzentrische Kunstsammlerin des 20. Jahrhunderts, geht auf ein wiederentdecktes und noch nie verwendetes Interview zurück, das die bereits 90-Jährige über ihr Leben reflektieren lässt. Wahrscheinlich ganz unvermittelt, glaubt PG an sich selbst. Sie ist davon überzeugt, dass jede Entscheidung ihren Grund und ihren Fortsatz hat. Ich bewundere Menschen, die mit Selbstbewusstsein ihrem Leben gegenüber entscheiden, sich verändern und in Abenteuer begeben.

Roloff Beny fotografierte Peggy Guggenheim auf der Biennale in Venedig durch die Skulptur Developable Surface des Künstlers Antoine Pevsner hindurch. © Roloff Beny / Courtesy of National Archives of Canada
Roloff Beny fotografierte Peggy Guggenheim auf der Biennale in Venedig durch die Skulptur Developable Surface des Künstlers Antoine Pevsner hindurch.
© Roloff Beny / Courtesy of National Archives of
Canada

Tu so, als gebe es kein Morgen

PG war keine reiche Frau, zumindest zu Beginn ihrer Karriere als Netzwerkerin stand die Dame mit dem klingenden Namen (ihr Onkel war Solomon Guggenheim, der das Guggenheim in New York initiierte) ziemlich karg da. Aber das störte die junge Frau nicht, denn sie tat das, was viele wohl nicht getan hätten: sie investierte in ihre Freundschaften, umgab sich mit Künstlern und entdeckte mit viel Feingefühl neue. Sie erschuf Trends und war als klares Anti-Sexsymbol ein Konterpart zum gängigen Schönheitsideal. Meiner Meinung nach, lebte die Frau im Hier und Jetzt. Vielleicht hatte sie eine Idee, wie der morgige Tag aussehen sollte, entschied sich aber eindeutig klar für heute.

Kommunikation über alles

Jackson Pollock, Salvador Dalí, Luis Buñuel, Willem de Kooning – egal ob Vertreter des abstrakten Expressionismus, des Dadaismus oder einer anderen –ismus Strömung des frühen 20. Jahrhunderts: PG hatte auf jeden Fall ihre Finger im Spiel. Du auf Du mit den großen Erneuerern der Avantgarde, mit Picasso und Konsorten, ihr Lebensstil – „Ich hatte mit jedem eine Affäre.“ – ließ ein ständiges im Kontaktsein mit Literaten, Künstlern und Musikern zu. Quasi gegenseitige Befruchtung,... durch (tiefgehende) Kommunikation. Ich werfe PG vor, dass sie sich zu sehr um die Menschen hinter den Kunstwerken kümmerte, gleichzeitig verschuf ihr dieses enge Netzwerk einen unglaublichen Einblick in die Sphäre der Kulturschaffenden.

Folge deiner Intuition

Zusammenhängend mit all den anderen Punkten, die ich mir von der guten Frau Guggenheim abschauen möchte, liegt auf der Hand, dass ihr Instinkt ganz gut funktionierte. Sie wusste genau in welcher Situation sie was sagen musste, wen sie wie behandelte und wohin sie als nächstes strebte. Vielleicht stimmt Punkt Nr. 2 doch nicht ganz so, sondern der große Plan war im Kopf durchaus verankert. Oder aber, so mutmaße ich, ein Quäntchen Glück, Skrupellosigkeit und ein Hang zur Dramatik verhalfen PG zu ihrem Erfolg. Und da wäre noch die weibliche Intuition, die ich ihr nun andichte. Eng mit der Szene verbunden zu sein, bedarf ein gewisses Geschick, ein Einhalten von Regeln und seiner Position, die eingenommen wurde. Trotz den künstlerischen Freigeistern werden (nach wie vor) gerne traditionelle Rollen verteilt. Maler – Muse, Lehrer – Schülerin, Kunst – Inspiration. Die Frau als Objekt der Begierde, als passives, (eindeutig) weiblich-konnotiertes Modell steht dem zu begehrenden, betrachtenden Künstler gegenüber. Jener, der den Ton angibt.

... don't give a shit! 

Braucht es dafür eine Erklärung. PG tat was sie tat. Ohne Rücksicht auf Verluste. Mit denen hatte sie aufgrund der harten Geschichte sowieso zu kämpfen. Verlust, Tragik und ein erfülltes Leben stehen gerade bei der 2006 verstorbenen Dame nahe beieinander.
Plakat zum Film PEGGY GUGGENHEIM Ein Leben für die Kunst
Plakat zum Film PEGGY GUGGENHEIM Ein Leben für die Kunst

I took advice from none but the best. I listened, how I listened! That's how I finally became my own expert.
(Peggy Guggenheim)


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